Waldorfkindergarten Pirmasens

zwerg

Im Jahre 1984 bildete sich eine kleine Gruppe von Eltern, die eine Waldorf-Initiative ins Leben rufen wollten. Prof. Schubert aus Mannheim unterstützte dieses Vorhaben mit einem Vortrag über Waldorfpädagogik, zu dem ca. 120 Menschen kamen. Enttäuscht waren allerdings die meisten, als sich bei der anschließenden Diskussion herausstellte, dass an eine Schule so schnell nicht zu denken wäre und man das Ganze von unten wachsen lassen müsse. Diesem sich von unten her Entwickeln entsprach es, zunächst an einen Kindergarten zu denken. Übrig blieben nach diesem sehr intensiven und informativen Abend ca. 20 Menschen, die bereit waren, diese Pionierarbeit auf sich zu nehmen.

Man fand nach einigen Bemühungen einen Raum in einer früheren Grundschule. Allerdings war dieser Raum so steril und ohne Atmosphäre, dass man sich einig war, hier müsste schon gleich etwas von der Farbenlehre Rudolf Steiners umgesetzt werden. In vielen Abend- und Samstagsstunden wurde gestrichen und lasiert. Statt der Leuchtstoffröhren wurden Papyrus-Leuchten aufgehängt. Nach einigen Wochen war ein Raum geschaffen worden, in dem man die Arbeit angehen konnte.


Zuerst sollte ein Verein gegründet werden, damit das Vorhaben auch den notwendigen rechtlichen Rahmen bekäme. Auch das stellte sich als schwierig heraus, denn die eigenen Vorstellungen und die der Waldorfpädagogik sollten darin berücksichtigt werden. Hilfestellung hierbei leistete Frau Verena Mayer, Waldorflehrerin in Mannheim.


Im Oktober 1984 begann eine im Anerkennungsjahr befindliche Waldorferzieherin mit 15 Jungen und Mädchen ihre Arbeit. Leider war sie dieser schweren Aufgabe nicht gewachsen und so beendete sie ihre Tätigkeit im Februar 1985 von einem Tag auf den anderen.
Da so schnell keine Waldorf-Kindergärtnerin zu bekommen war, übernahmen drei Mütter die Gruppe und führten sie, bis nach den Sommerferien Frau Hedi Kismann (damals noch Boos), ebenfalls im Waldorf-Anerkennungsjahr und zuvor bei Frau Mohr im Waldorfkindergarten in Homburg-Erbach tätig, mit ihrer Arbeit beginnen konnte. Bald danach zog man in andere, inzwischen renovierte Räume am anderen Ende des Stockwerkes um.
Die Gruppe entwickelte sich positiv. Innerhalb von 1 1/2 Jahren stieg die Zahl der Kinder auf 25 an.
Da die Voraussetzungen günstig waren, gründete man eine zweite Gruppe, die 1989 zu Beginn des Jahres ihre Arbeit aufnahm.
Doch im September 1993 wurden dem Kindergarten  durch das Protestantische Waisenhaus die angemieteten Räumlichkeiten gekündigt und wieder einmal stand man vor schwierigen Herausforderungen und einem Neuanfang. Aber aus der Vergangenheit wusste man, dass in jedem Problem und in jeder Herausforderung auch eine Chance steckt. Und so beschloss der Verein für Waldorfpädagogik, selbst einen Kindergarten zu bauen. Man fand auf dem Sommerwald ein geeignetes Grundstück und tatsächlich erfolgte am 04.05.1994 der erste Spaten- stich und am 21.06.1994 die Grundsteinlegung.
Nach einem knappen Jahr war es soweit, dass am 02.04.1995 der neue Kindergarten bezogen werden konnte und am 24.04.1995 dort die Arbeit aufgenommen wurde.


Während all dieser Zeit war es vor allen Dingen Familie Koch, die es mit unermüdlichem Einsatz und Willen geschafft hat, das zarte Pflänzchen „Waldorfkindergarten“ am Leben zu erhalten und letztlich auch zum Blühen gebracht hat. Ohne Gerlinde und Joachim Koch wäre der Waldorfkindergarten in Pirmasens heute nicht da, wo er steht. Aber auch viele andere unzählige Helfer, Förderer und Sponsoren unterstützen den Kindergarten in seiner Entstehung.


In den darauffolgenden Jahren hat sich der Kindergarten stets weiterentwickelt und genügt heutzutage auch den modernen Anforderungen der Kinderbetreuung – ohne dabei jemals die Pfade der Waldorfpädagogik verlassen zu haben.


Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder unter drei Jahren war der Waldorfkindergarten einmal mehr gefordert zu reagieren und bietet nunmehr insgesamt 50 Plätze in zwei altersgemischten Gruppen an. Davon sind zurzeit 10 Kindergartenplätze für Unterzweijährige Kinder eingerichtet. Auch bietet der Kindergarten 20 Ganztagsplätze.


Mittlerweile ist der Waldorfkindergarten Pirmasens ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Kinderbetreuung in Pirmasens geworden und er wird auch in Zukunft allen neuen Aufgaben und Anforderungen gewachsen sein.

Im Jahre 1984 bildete sich eine kleine Gruppe von Eltern, die eine Waldorf-Initiative ins Leben rufen wollten. Prof. Schubert aus Mannheim unterstützte dieses Vorhaben mit einem Vortrag über Waldorfpädagogik, zu dem ca. 120 Menschen kamen. Enttäuscht waren allerdings die meisten, als sich bei der anschließenden Diskussion herausstellte, dass an eine Schule so schnell nicht zu denken wäre und man das Ganze von unten wachsen lassen müsse. Diesem sich von unten her Entwickeln entsprach es, zunächst an einen Kindergarten zu denken. Übrig blieben nach diesem sehr intensiven und informativen Abend ca. 20 Menschen, die bereit waren, diese Pionierarbeit auf sich zu nehmen.

Normal 0 21 false false false DE JA X-NONE

Filme

Wir haben eine kleine Auswahl an Waldorf - Filmen für Sie zusammengestellt. Klick